DE|EN Logo

Forschungsbereich
Verkehr und Umwelt

A26 Linzer Westringautobahn

 

Projektdauer: 2007 - 2013

Standort: Oberösterreich

Kategorie: Umweltverträglichkeitserklärung (UVE)

Auftraggeber: ASFiNAG

 
Beschreibung des Projektes

In Linz ist zur Entlastung der Innenstadt der Betrieb der Westringautobahn geplant. Die Trasse führt von der A7 Mühlkreisautobahn über die Westbrücke in die Unterflurtrasse Waldeggstraße und dann weiter durch den Tunnel Freinberg bis zur Donau. Über eine neue Donaubrücke führt die Autobahn nach derzeitigem Stand über Rampen im Pöstlingberg auf die bestehenden Bundesstraßen auf beiden Donauufern. Im Rahmen des Fachbeitrags Luftschadstoffe wurden die Auswirkungen von Bau- und Betriebsphase auf die Luftgüte untersucht. Es wurden die Lang- und Kurzzeitmittelwerte für NO2 und PM10 berechnet, ebenso die Depositionen von Stickstoff und Schwebstaub.

Im Rahmen der Luftgüteuntersuchung wurden detaillierte Simulationen der Schadstoffausbreitung für NO2 und PM10 für das gesamte Stadtgebiet von Linz durchgeführt um alle prognostizierten Verkehrsverlagerungen berücksichtigen zu können. Die straßenfeine Auflösung der Emissionen im Modell ermöglicht Aussagen über Immissionszuwächse oder -reduktionen selbst in Seitenstraßen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Schadstoffausbreitung im Bereich der Tunnelportale gelegt, da hier Anrainer von Auswirkungen betroffen sein könnten.

Mittels Variantenstudien wurde das Lüftungskonzept für Tunnel und Unterflurtrasse gemeinsam mit den Lüftungsplanern ausgearbeitet. Zum Schutz der Anrainer ist eine Umweltentlüftung der Unterflurtrasse und der Weströhre des Tunnels Freinberg im Bereich des Bahnhofs während der Verkehrsspitzen notwendig. Damit ist gewährleistet, dass im Nahbereich der Portale keine relevanten Zusatzbelastungen für Anrainer auftreten werden. Auch für andere Abschnitte im Projektgebiet wurden Maßnahmenuntersuchungen z.B. für Tempolimits und Lärmschutzwände durchgeführt.

Die Emissionen und Immissionen in der Bauphase wurden auf Basis der Angaben im Baukonzept berechnet. Der Transport des Ausbruchsmaterial der Tunnel erfolgt über den Schiffsverkehr über die Donau, womit zahlreiche LKW-Fahrten im innerstädtischen Straßennetz vermieden werden können. Für die Bautätigkeiten wurden ebenfalls NO2- und PM10-Konzentrationen ermittelt und Maßnahmen zur Schadstoffminderung ausgearbeitet.

Die Berechnungen wurden durch die Daten einer umfassenden Messkampagne im Projektgebiet der A26 unterstützt.

 

Leistungen:

  • Umweltverträglichkeitsgutachten - Fachbereich Luft
  • Luftgütemessungen